Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) veröffentlichen FHM-Abschlussbericht zur Neukonzeption des Berufswahlpasses

Um den Berufswahlpass an die sich schnell verändernden Lebenswelten der Schülerinnen und Schüler anzupassen, musste das Instrument, das bundesweit zur Berufsorientierung dient, angepasst und überarbeitet werden. Ein Wissenschaftsteam der Fachhochschule des Mittelstands (FHM), vertreten durch Prof. Dr. Tim Brüggemann (Leiter des Instituts für Weiterbildung und Kompetenzentwicklung) sowie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster haben dem Berufswahlpass ein neues Gesicht gegeben und daraus ein digitales Portfolio entwickelt. Beauftragt wurde die Neukonzeption vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Bundesarbeitsgemeinschaft Berufswahlpass (BAG).

Das wissenschaftliche Konzept mit Eckpunkten, Rahmenbedingungen und Empfehlungen zur Digitalisierung und Weiterentwicklung des Instrumentes wurde im Juli 2017 abgeschlossen – nun wurde der Bericht veröffentlicht. Im Gegensatz zum bisherigen Berufswahlpass, der viele unterschiedliche Lern- und Lebensbereiche umfasste, bezieht sich die Neukonzeption auf die Person einerseits und nachschulische Bildungswege beziehungsweise berufliche Perspektiven andererseits. Ziel ist die Erstellung eines modernen, digitalen Berufswahlpasses, auf den die Schülerinnen und Schüler zeit- und ortsunabhängig zugreifen können. Ab Herbst 2018 wird der digitale Berufswahlpass in Schulen erprobt werden. Ein Jahr später soll das Instrument bundesweit eingesetzt werden.

Der Abschlussbericht zur Neukonzeption kann jetzt hier heruntergeladen werden.

Berufswahlpass: Mit dem Ziel Jugendliche bei ihrer Berufswahl zu unterstützen und die schulische Berufs- und Studienorientierung zu strukturieren, wurde der Berufswahlpass vor 15 Jahren konzipiert und eingeführt. Das Instrument wird mittlerweile in 13 Bundesländern eingesetzt und ist aus dem Bundesprojekt „Schule-Wirtschaft/Arbeitsleben“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) entwickelt worden.