Best Practice Beispiel beim Fachtag der Diakonie in Recklinghausen:Kompetenzzentrum der FHM stellt Personalentwicklungsmodelle für Menschen mit Behinderung vor

Beim Fachtag der Diakonie Rheinland Westfalen Lippe e.V. "Die Werkstatt für behinderte Menschen als personenzentrierter Dienstleister" präsentierten Beate Brechmann (Leitung vom Kompetenzzentrum der FHM) und Andrea Hünneke (Leitung Berufsbildungswerk Pro Werk Bethel) gemeinsam ein Konzept wie ein Personalentwicklungsinstrument des ersten Arbeitsmarktes auch erfolgreich bei Menschen mit Handicap eingesetzt werden kann. 

Das Best Practice Modell und Personalentwicklungsinstrument „KODE®“ (= Kompetenz-Diagnostik und –entwicklung), das national und international von Organisationen eingesetzt wird, wurde im wertkreis Gütersloh das erste Mal überhaupt bei Menschen mit geistiger und psychischer Behinderung eingesetzt. Das wertschätzende Verfahren fokussiert auf die Stärken (und nicht die Defizite) der Menschen.

Der entsprechende Vortrag "Die Erfassung überfachlicher Kompetenzen bei Beschäftigten und MitarbeiterInnen in Werkstätten für behinderte Menschen" beim Fachtag der Diakonie Rheinland Westfalen Lippe e.V. wurde vor rund 45 Fachkräften, begleitenden Diensten und Leitungskräften aus ganz Deutschland präsentiert und anschließend rege diskutiert.

Kurze Zusammenfassung des Vortrags:

Die Referenten stellen die Personal- und Kompetenzentwicklung des wertkreis Gütersloh gGmbH, einem Träger der Behinderten- und Altenhilfe, im Bereich der beruflichen Bildung für geistig Behinderte, mehrfach Behinderte und psychisch Behinderte dar. In Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) durchlaufen diese zu Beginn, während und zum Abschluss der beruflichen Bildung eine Kompetenzbilanzierung mit dem KODE®-Verfahren. Während dieser Zeit werden sie von Bildungsbegleitern und Qualifizierern betreut. Das Kompetenzprofil wird im Bildungs- und Beratungsprozess genutzt, um an den Stärken des jeweiligen Teilnehmers anzusetzen. Mit Hilfe der Kompetenzbilanzierungen werden Entwicklungsverläufe deutlich, so dass das Unterstützungsangebot optimal auf die Teilnehmenden ausgerichtet werden kann. Neu dabei ist, dass ein Personalentwicklungsverfahren zur Beratung behinderter Menschen angewandt wird, das im ersten Arbeitsmarkt seit Jahren zur Entwicklung von Fach- und Führungskräften etabliert ist.

 

 

Beate Brechmann (links) mit Andrea Hünneke.