Center for
Sustainable Governance

CENTER FOR SUSTAINABLE GOVERNANCE

Das Ziel des "Center for Sustainable Governance (CSG)" ist es, für den unternehmerischen Bereich die (umfangreich vorhandenen, aber abstrakten) ökologischen, sozialen und ökonomischen Kriterien auf Branchen und Unternehmen zu konkretisieren, ihre Einhaltung zu verfolgen und damit die Entwicklung kontrollieren zu können. Zu diesem Zweck wird eine Mess- bzw. Schätzmethodik entwickelt, qualifizierte Nachhaltigkeitskriterien in Zahlenwerten auszudrücken, um so zu einem Nachhaltigkeitskompass zu gelangen. Das Konzept geht davon aus, dass Verbraucher und Investoren einen solchen Nachhaltigkeitskompass verlangen, sobald er sich als möglich erweist und Akzeptanz gewonnen hat. Unternehmen, die auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit stark sind, werden einen solchen Kompass im Wettbewerb offensiv einsetzen. Damit zeigt sich die Schlüsselfunktion eines solchen Kompasses für mehr Nachhaltigkeit: Nachhaltige Unternehmer sind wirtschaftlich erfolgreicher!

Für Unternehmen

Schulung: Erfolgsfaktor unternehmerische Nachhaltigkeit

WARUM  UNTERNEHMERISCHE NACHHALTIGKEIT?
Wenn Unternehmen von ihren Anspruchsgruppen wie Kunden, Investoren oder Politik bewertet werden, geschieht dies zunehmend auch im Hinblick auf ihre unternehmerischen Nachhaltigkeitsleistungen. Um hier Einblicke zu geben, ergänzen einige Unternehmen schon jetzt ihre finanzielle Berichterstattung um Nachhaltigkeitsinformationen. Zukünftig erweitert sich diese Anforderung und kommt durch die europäische Berichtspflicht auf einen breiten Kreis von Unternehmen zu: Die Europäische Kommission hat Ende 2014 die EU-Berichtspflicht zu nicht-finanziellen Leistungen beschlossen, die die Relevanz der Nachhaltigkeitsberichterstattung noch verstärkt. Ab 2017 müssen Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern, die im öffentlichen Interesse stehen, verbindlich über ökologische und soziale sowie Themen ihrer Unternehmensführung Auskunft geben. Dabei können Sie als Unternehmen auch indirekt, zum Beispiel als Lieferant betroffen sein.

WIE POSITIONIERE ICH MICH ERFOLGREICH?
Die Vielzahl an existierenden Standards, die sich auf unterschiedliche Sachverhalte beziehen und an verschiedene Zielgruppen richten, erhöht dabei die Komplexität des Themas noch erheblich.
Hier kann der Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK) aufgrund seiner klaren Struktur und der Konzentration auf wesentliche Nachhaltigkeitsthemen ein hilfreiches Werkzeug für die Nachhaltigkeitsberichterstattung sein. Er schafft Transparenz, ist erprobt, fokussiert und macht Nachhaltigkeitsleistungen von Unternehmen jeder Größe und Rechtsform sichtbar und vergleichbar. In einer Entsprechenserklärung berichten Unternehmen, wie sie die 20 DNK-Kriterien zu Ökologie, Sozialem und der Unternehmensführung erfüllen bzw. bei welchen Kriterien sie vom Nachhaltigkeitskodex abweichen.

ZIELE DER VERANSTALTUNG
Unser Veranstaltungsangebot umfasst eine grundlegende Einführung in die Unternehmerische Nachhaltigkeit, in die Anwendung und Vorteile des DNK sowie weiterführende Informationen zu den Kodexkriterien, nach denen im DNK berichtet wird. Über einen Test-Account werden Sie in das Vorgehen zur Erstellung einer Entsprechenserklärung und die Nutzung der DNK-Datenbank eingeführt. Auch erhalten Sie konkrete Best Practice Beispiele aus der Praxis. Zudem stellen wir Ihnen unser Konzept zum Unternehmerischen Nachhaltigkeitskompass vor und damit die Entwicklung einer Konkretisierungs- und Bewertungsmöglichkeit des etablierten Nachhaltigkeitsstandards.
Unsere Veranstaltung zeichnet sich, neben der fundierten Vermittlung des grundlegenden theoretischen Wissens, durch Praxisorientierung und qualifiziertes Feedback von erfahrenen Nachhaltigkeitsexperten aus. Zum Ende der Veranstaltung werden Sie zudem in der Lage sein, eine Entsprechenserklärung zum DNK für Ihr Unternehmen eigenständig zu erstellen.

MÖGLICHER ABLAUF DER VERANSTALTUNG

10:00 Uhr

Begrüßung und Vorstellung

10:20 Uhr

Mit Unternehmerischer Nachhaltigkeit gewinnen
Definition // Bedeutung // Bestandsaufnahme //  Anforderungen // Unternehmerischer Mehrwert

11:20 Uhr

Mit dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) überzeugend berichten: Eine Einführung
Vorstellung des DNK // Vorteile und Chancen // Anwender // DNK-Kriterien // Wesentlichkeit // Entsprechenserklärung

12:30 Uhr

Gemeinsames Mittagessen

13:30 Uhr

Best Practice Beispiele

14:30 Uhr

Arbeitssequenz: Die Anwendung des DNK
Konkreter Einstieg in die Entsprechenserklärung

16:00 Uhr

Kaffeepause

16:15 Uhr

Mit dem Unternehmerischen Nachhaltigkeitskompass Nachhaltigkeit bewerten: Das Konzept
Vorstellung einer Mess- und Bewertungsmethodik zur Unternehmerischen Nachhaltigkeit

17:00 Uhr

Abschließende Diskussionsrunde  und Zusammenfassung

WEITERE INFORMATIONEN UND KONTAKT

Weitere Informationen finden Sie hier:

Flyer Schulungsprogramm Erfolgsfaktor unternehmerische Nachhaltigkeit

Wir freuen uns über Ihr Interesse:
Elisa Goldmann MBA
Center for Sustainable Governance (CSG)
Tel: 0521 - 96655 260
Mail: csg@fh-mittelstand.de

 

 

Publikationen

Vorstandsvergütung im Zeitalter der Nachhaltigkeit – Status Quo (Heft 5 der FHM-Schriftenreihe)

Das 5. Heft der FHM-Schriftenreihe trägt den Titel „Vorstandsvergütung im Zeitalter der Nachhaltigkeit – Status Quo“. Die Frage, unter Berücksichtigung welcher Bemessungsgrundlagen die Vorstände börsennotierter Aktiengesellschaften vergütet werden, wird nur vordergründig durch § 87 AktG beantwortet. Dort heißt es, dass der Aufsichtsrat bei der Festset-zung der Gesamtbezüge des einzelnen Vorstandsmitglieds (Gehalt, Gewinnbeteiligungen, Aufwandsentschädigungen, Versicherungsentgelte, Provisionen, anreiz-orientierte Vergütungszusagen wie zum Beispiel Aktienbezugsrechte und Nebenleistungen jeder Art) dafür zu sorgen habe, dass diese in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen des Vorstandsmitglieds, sowie zur Lage der Gesellschaft stünden und die übliche Vergütung nicht ohne besondere Gründe übersteigen sollten. Überdies ist geregelt, dass die Vergütungsstruktur bei börsennotierten Gesellschaften auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung auszurichten sei. Dass es alles andere als eindeutig ist, wie dieses neue Tatbe-standsmerkmal der nachhaltigen Unternehmensentwicklung (vgl. § 87 I 2 AktG), an welchem sich die Vorstandsvergütung ausrichten solle, zu verstehen ist, hat ein aktueller Beitrag verdeutlicht. Zwei Autoren, unter ihnen der ehemalige Bundesumweltminister Norbert Röttgen, haben dargelegt, dass dieses Tatbestands-merkmal entgegen der derzeit herrschenden Lehre im Aktienrecht alles andere als Lehrformelcharakter habe. Sie schlagen vor, das Kriterium der Nachhaltigkeit auch im Aktienrecht so zu verstehen, wie es im gesellschaftlich-politischen Bereich verstanden werde, also unter Zugrundelegung des weiten Nachhaltigkeits-begriffs auf der Grundlage des Brundtland-Berichts . Das gibt Anlass zu der Überlegung, wie der Status Quo bei Vorstandsvergütungen aussieht. Werden also ökonomische, ökologische und gesellschaftliche Aspekte bereits jetzt bei der Festsetzung der Vorstandsvergütung im Sinne der Überlegungen von Röttgen und Kluge berücksichtigt oder wird in der Unternehmenspraxis das enge Verständnis der bisher herrschenden Lehre im Aktienrecht bevorzugt, lautet die Ausgangsfrage Untersuchung.

Herausgeber:

  • Prof. Dr. Richard Merk
  • Prof. Dr. Bernd Seel

Autoren:

  • Prof. Dr. Volker Wittberg
  • Elisa Vorsteher
  • Dominik Halter

ISBN: 978-3-937149-45-5
Lieferbar ab Juli 2015

Municipal Management of Administrative Burdens - Standard Cost Model as Method of Change

Diese Publikation behandelt die Frage, ob und unter welchen Bedingungen das Standardkosten-Modell (SKM) als Methode zur Schätzung bürokratischer Lasten dazu beitragen kann, einen gerechten Lastenausgleich für die Erfüllung kommunaler Aufgaben zu gestalten und so die Finanzkrise der Städte und Gemeinden in Deutschland zu meistern. Dazu werden in verschiedenen Kapiteln folgende drei Forschungsfragen bearbeitet: Die rechtlichen Rahmenbedingungen für eine Anwendung des SKM im Rahmen des kommunalen Finanzausgleichs und des Konnexitätsprinzips, die methodische Herangehensweise, um kommunalen Erfüllungsaufwand zu messen und die organisatorische Berücksichtigung dieser Ergebnisse im laufenden Gesetzgebungsprozess des Bundes.

In seiner Methodik bedient sich die Arbeit einer Mischung verschiedener Forschungsmethoden. Die Grundlage des Forschungsdesigns bilden fünf Interviews mit Vertretern relevanter Institutionen, die sich in Deutschland mit der praktischen Anwendung des SKM beschäftigen (Bertelsmann-Stiftung in Gütersloh, Deutsche Universität für Verwaltungswissenschaften in Speyer, Nationaler Normenkontrollrat in Berlin, Nationales Zentrum für Bürokratiekostenabbau an der Fachhochschule des Mittelstands in Bielefeld, Statistisches Bundesamt in Wiesbaden). Zur Ergänzung untersucht die Dissertation alle Projekte, mit denen bisher das Standardkosten-Modell im öffentlichen Bereich zur Anwendung gebracht wurde. Gemeinsam mit einer Reflektion über seine Vorstellung von Zwischenergebnissen vor einem Auditorium von Experten (AWV e.V. in Berlin) entwickelt der Autor ein erstes hermeneutisches Vorverständnis für die drei Forschungsbereiche.

Die anschließende hermeneutische Textanalyse geht zunächst der Frage nach, unter welchen rechtlichen Rahmenbedingungen eine Anwendung des SKM auf kommunaler Ebene überhaupt möglich ist und welche etwaigen Änderungsbedarfe sich dafür ergeben. Dazu analysiert der Beitrag die landesverfassungsrechtliche Rechtsprechung zum Konnexitätsprinzip und kommunalen Finanzausgleich und prüft die Übertragbarkeit möglicher Parameter auf die Gesetzgebung des Bundes. Der Autor kommt dabei zu dem Ergebnis, dass eine ex-ante Abschätzung kommunalen Erfüllungsaufwands im Rahmen des kommunalen Konnexitätsprinzips und des kommunalen Finanzausgleichs nicht nur rechtlich zulässig, sondern verfassungsgerichtlich sogar geboten ist.

Im zweiten Teil stehen methodische Rahmenbedingungen im Vordergrund, die für eine Anwendung des SKM im Gesetzgebungsverfahren des Bundes aus kommunaler Sicht von Bedeutung sind. Dazu werden die landespezifisch existierenden Vorgaben zur Ermittlung kommunaler Bedarfe untersucht und vor dem Hintergrund des GG bewertet. Insbesondere hinterfragt die Arbeit die Definition des Erfüllungsaufwands im Sinne des Gesetzes zur Einsetzung des Nationalen Normenkontrollrates (Normenkontrollratsgesetz - NKRG) unter besonderer Berücksichtigung des kommunalen Zweckaufwands. Vor dem Hintergrund eines weiten Ermessensspielraums des Gesetzgebers arbeitet der Autor heraus, dass der Begriff des kommunalen Erfüllungsaufwands neben den bloßen Verwaltungskosten auch die Zweckausgaben umfasst. Eine ex-ante-Abschätzung dieses Erfüllungsaufwands ist mit Hilfe des SKM auf freiwilliger Grundlage mit einer repräsentativen Auswahl von Kommunen möglich.

Im dritten Teil werden die Möglichkeiten einer prozessualen Implementierung des SKM in die bundesgesetzliche Rechtsetzung geprüft. Dazu stellt die Arbeit die grundsätzliche Verantwortlichkeit des federführenden Ressorts auf Bundesebene auch für die Ermittlung des kommunalen Erfüllungsaufwands fest. Als bestmöglichen Zeitpunkt dafür schlägt der Autor die frühe Interessenermittlung nach § 41 GGO vor und verweist für das Vorgehen auf bereits auf Landesebene existierende Verfahren zur kommunalen Konsultation. Der Beitrag schließt mit einem Vorschlag zur verfahrensrechtlichen Implementierung des SKM in das Gesetzgebungsverfahren des Bundes.

Autor:

  • Thomas Wolf-Hegerbekermeier

ISBN 978-3-937149-44-8

Kommunaler Nachhaltigkeitskompass – Leitfaden zur Ermittlung und Darstellung des nachhaltigen Nutzens kommunaler Maßnahmen und Projekte

Der Leitfaden gibt kommunalen Praktikerinnen und Praktikern eine Hilfestellung, um den nachhaltigen Nutzen wichtiger oder größerer Projekte und Maßnahmen in den Gemeinden, Städten und Kreisen systematisch darzustellen.

Methodische Grundlage dieses Leitfadens ist eine Studie der Fachhochschule des Mittelstands in Bielefeld (FHM), die mit Förderung durch das Bundeministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit das Thema des Gesetzesnutzens erforscht und im März 2013 den Nationalen Nachhaltigkeitskompass präsentiert hat. Dieser Nationale Nachhaltigkeitskompass wurde bereits auf dem Weltklimagipfel 2012 in Doha im Rahmen eines Side Event der Bundesregierung sowie auf der International Regulatory Reform Conference (IRRC) in Berlin vorgestellt. Zwischenzeitlich wurde der Nachhaltigkeitskompass im Januar 2014 mit dem zweiten „Preis für gute Gesetzgebung 2013“ der Deutschen Gesellschaft für Gesetzgebung in Berlin ausgezeichnet.

Gemeinsam mit dem Center for Sustainable Governance (CSG) an der FHM hat der Kreis Lippe daraufhin diese Methodik von der Ebene der nationalen Gesetzgebung auf die Ebene der Gemeinden, Städte und Kreise zur Beurteilung kommunaler Maßnahmen und Projekte übertragen.

Das Ergebnis dieses Transferprozesses ist der Kommunale Nachhaltigkeitskompass zur Ermittlung und Darstellung des nachhaltigen Nutzens kommunaler Maßnahmen und Projekte, den die FHM und der Kreis Lippe auf der Konferenz der European Group for Public Administration (EGPA) im Jahr 2014 in Speyer vor rund 450 Experten aus 44 Ländern vorgestellt haben. Mit diesem Kommunalen Nachhaltigkeitskompass liegt erstmals eine systematische Methode vor, um die Nachhaltigkeit von Projekten und Maßnahmen in den Gemeinden, Städten und Kreisen zu bewerten. Wichtig ist dabei die Besinnung auf eine strategische Entwicklungsplanung mit klar definieren Zielen und Schwerpunkten, die zum konsequenten Maßstab einer nachhaltigen Lokalpolitik gemacht werden kann.

Unter Umständen hilft eine einfach zu handhabende Methode zur Abschätzung des nachhaltigen Nutzens eigener Projekte zugleich, die Sinnhaftigkeit auch unter haushalterischen Gesichtspunkten zu begründen. Mit Hilfe eines grafisch aufgearbeiteten Kompasses lassen sich die Ergebnisse der Bewertung farblich darstellen und auf einen Blick zusammenfassen. Der hier vorgestellte kommunale Nachhaltigkeitskompass kann jedenfalls dabei helfen, politische Diskussionen über kommunale Projekte zu versachlichen und ihren nachhaltigen Nutzen kritisch darzustellen. Die letzte und mit Hilfe eines kommunalen Nachhaltigkeitskompasses sachlich begründete Entscheidung liegt nach den Prinzipien der kommunalen Selbstverwaltung in Deutschland jedoch nach wie vor beim Rat bzw. dem Kreistag – und das ist gut so! Viel Erfolg bei der Anwendung und Nutzung dieses Leitfadens.

Nachhaltigkeitsberichterstattung in mittelständischen Unternehmen - Fallstudien zu unternehmerischen Lösungsansätzen (Heft 3 der FHM-Schriftenreihe)

In der Publikation bieten die Unternehmen comspace GmbH & Co. KG, Halfar System GmbH, HÜCOBI GmbH und NEUHÄUSER GmbH konkrete Einblicke in ihre unternehmerische Nachhaltigkeit und entsprechende Berichterstattung und ermöglichen dem Leser so einen Eindruck  von der tatsächlichen Umsetzung der Nachhaltigkeitsberichterstattung in mittelständischen Unternehmen.
Hierbei wird deutlich, dass sich die KMU in Deutschland oft mehr die Frage des „Ob“, sondern vornehmlich des „Wie“ der Nachhaltigkeit und ihrer Berichterstattung stellen. Oft wird die Kritik geäußert, dass der Begriff Nachhaltigkeit vermehrt verwässert wird und somit zu einer „Maske“ und einem „Greenwashing“ verkommt. Grund dafür ist sicher auch, dass es keine allgemeingültige Definition des Begriffs Nachhaltigkeit gibt und Nachhaltigkeit entsprechend unterschiedlich ausgelegt wird. Die Politik trägt dazu bei, indem sie durch abstrakte und unspezifische Vorgaben wenige Hilfestellungen zur Konkretisierung, praktischen Anwendbarkeit, Messbarkeit und Kontrollierbarkeit bietet. Insbesondere die KMU haben Probleme, sich mit der Vielzahl von schwer greifbaren Kriterien in der Nachhaltigkeitsberichterstattung ausreichend auseinanderzusetzen. Dies soll und kann nicht Ziel der Berichterstattung sein, denn Transparenz und Richtigkeit sind bei jeglicher Berichterstattung entscheidende Aspekte.
Es muss Nachhaltigkeitsberichtssysteme geben, die praxisnah auf den Mittelstand zu geschneidert sind. Die Standards, die sich bislang entwickelt haben, sind oftmals zu „mächtig“ für die Realität der KMU. Einer flächendeckenden Verpflichtung zur Berichterstattung stehen die KMU äußerst skeptisch gegenüber. Neben dem drohenden Aufwand, sprich dem Mangel an Effizienz, sieht man, dass auch die Effektivität gegenüber dem derzeitigen Stand verbessert werden muss, um umfassende Akzeptanz der Unternehmen und Stakeholder zu erhalten.
Zwar gibt es heute noch keine Verpflichtung zur Nachhaltigkeitsberichterstattung für die KMU, jedoch haben schon einzelne KMU Elemente zur Nachhaltigkeit in Geschäftsberichten, Leitlinien etc. verankert. Vier Beispiele, wie mittelständische Unternehmen mit dem Thema Nachhaltigkeitsberichterstattung umgehen, sind in diesem Heft der FHM-Schriftenreihe präsentiert.

Herausgeber:

  • Dr. Norbert Röttgen
  • Hans-Georg Kluge
  • Prof. Dr. Volker Wittberg

Autorin:

  • Elisa Vorsteher

ISBN 978-3-937149-50-9

Local Sustainability Compass

Local Sustainability Compass (englisch)

Auf der Konferenz 2014 der European Group for Publikum Administration (EGPA) in Speyer haben der Kreis Lippe und das neu gegründete Nachhaltigkeits-Institut der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) Bielefeld „Center for Sustainable Governance (CSG)“ ein neuartiges Konzept zur nachhaltigen Regionalentwicklung vorgestellt. Mit dem sogenannten Kommunalen Nachhaltigkeitskompass wurde eine systematische Methode entwickelt, um die Nachhaltigkeit von Projekten und Maßnahmen in den Städten und Gemeinden zu bewerten. Grundlage hierfür war das Standardnutzen-Modell, das die FHM mit Förderung durch das Bundesumweltministerium entwickelt hat und das auf dem Weltklimagipfel in Doha auf großes internationales Interesse gestoßen ist. Auf Grundlage der definierten Kriterien des Kommunalen Nachhaltigkeitskompasses ist es möglich, konkrete Projekte mit Hilfe des Standardnutzen-Modells zur besseren Vorbereitung der politischen Willensbildung zu bewerten. Mit Hilfe eines grafisch aufgearbeiteten Kompasses lassen sich die Ergebnisse der Bewertung farblich darstellen und auf einen Blick zusammenfassen.

Nationaler Nachhaltigkeitskompass - Standardnutzen-Model

Standardnutzenmodell (deutsch)
Standardnutzenmodell (englisch)

Gute Rechtsetzung und eine darauf aufbauende funktionierende Verwaltung sind grundlegende Bestandteile guter Regierungsführung. Mit der Aufnahme des Themenfeldes „Bürokratieabbau und bessere Rechtsetzung” in das Regierungsprogramm der Bundesregierung und der Einrichtung eines Nationalen Normenkontrollrates sind seit beinahe einem Jahrzehnt nach außen sichtbare Schritte eingeleitet worden, um dieses Ansinnen auch in den politischen Alltag zu überführen.

Die Konrad-Adenauer-Stiftung verfolgt mit der Broschüre, die auf Basis eines vom Nationalen Zentrum für Bürokratiekostenabbau (NZBA) an der Fachhochschule des Mittelstands Bielefeld umgesetzten Projektes entstanden ist, einen in der politischen Debatte bisher seltenen Ansatz: Anstelle der hergebrachten Bemessung der Standardkosten rücken wir eine Schätzung des Standardnutzens einer Regulierung in den Vordergrund. Da dieses nicht im luftleeren Raum geschehen soll, steht im Mittelpunkt des Projektes die Entwicklung eines Modells zur Schätzung des Standardnutzens von Gesetzen und Regelungen auf der Basis eines nachhaltigen Wachstumsbegriffs.

Die Zukunft gibt es nur einmal! Plädoyer für mehr unternehmerische Nachhaltigkeit

Fragen der Nachhaltigkeit werden in Zeiten des globalen Wandels immer wichtiger und nehmen inzwischen eine zentrale Bedeutung in Unternehmen ein. Die Autoren und Herausgeber – profilierte Unternehmer sowie Fachleute aus der Welt der Verbände, Stiftungen, Kreditinstitute und Gewerkschaften – plädieren für eine ökosoziale Marktwirtschaft mit Standards und Regeln, die eine stabile und nachhaltige Entwicklung gewährleisten. Sie beschreiben ihre persönlichen Erfahrungen im Hinblick auf nachhaltige Unternehmensführung
und zeigen Wege für Veränderungen auf.
Inhalt:

  • Unternehmerische Nachhaltigkeit als Leitmotiv in einer neuen Wirtschaftsordnung
  • Nachhaltigkeit in der Unternehmenspolitik
  • Nachhaltigkeit im Finanzmanagement
  • Nachhaltigkeit im Personalmanagement

Autoren:

  • Prof. Dr. Wolfgang Krüger
  • Prof. Dr. Bernhard von Schubert
  • Prof. Dr. Volker Wittberg

ISBN 978-3-8349-2497-1

CSR-Fallstudien

Für Hochschulen, Weiterbildungsorganisationen, Verbände und Wirtschaftsförderungseinrichtungen wurden im Zuge des Mittelstandsprojekts der GILDE-Wirtschaftsförderung CSR-Fallstudien entwickelt und zur Verfügung gestellt.

BIONADE GmbH: „Brause“ für einen gesunden Lifestyle 
Gesellschaftliche Verantwortung durch ökologische Produkte. Durch erfolgreiche Differenzierung vom Öko-Nischenprodukt zum Kultgetränk für alle.

Hess Natur GmbH: Ethik und Ökologie – von der Faser bis zum Kleid 
Soziale und ökologische Standards entlang der textilen Wertschöpfungskette.

VAUDE Sport GmbH & Co. KG: Vereinbarkeit von Beruf und Familie
Ein unternehmerischer Beitrag zur Umkehr des demografischen Wandel

News am CSG

Große Ehre - Die Fachhochschule des Mittelstands (FHM) beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2016

28.11.2016

Am 25. November wurde zum neunten Mal der Deutsche Nachhaltigkeitspreis verliehen. In fünf Wettbewerben wurden vorbildliche Nachhaltigkeitsleistungen in Wirtschaft, Kommunen und Forschung prämiert. Vor 1.200 Gästen wurden im...

FHM-Center for Sustainable Governance (CSG) übergibt den CSG-Nachhaltigkeitskompass an die ersten Unternehmen

02.11.2016

Die Hochschulleitung der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) und die Institutsleitung des Center for Sustainable Governance (CSG) übergaben heute im Rahmen einer Kuratoriumssitzung den CSG-Nachhaltigkeitskompass an die ersten...

Fachhochschule des Mittelstands (FHM): Status quo, Perspektiven und Ziele - Ein Interview mit der Hochschulleitung

06.10.2016

Die Fachhochschule des Mittelstands (FHM) wurde im Jahr 2000 mit 54 Studierenden und zwei Studiengängen in Bielefeld gegründet. 16 Jahre später sind an den heute sieben Hochschulstandorten 4.666 Studierende in 30 Bachelor- und...

Neue Studie der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) zum Finanzanlageverhalten mittelständischer Unternehmen - Mittelständler im Anlageverhalten gespalten: 57 Prozent der Mittelständler mit Anlagebedarf, das durchschnittliche Anlagevolumen mit 4,7 Mio. Eu

20.09.2016

In Folge der guten Geschäftslage hat sich der Anteil der Unternehmen mit Anlagebedarf im Vergleich zu den Vorjahren weiter erhöht. Durch das anhaltende Niedrigzinsniveau nimmt jedoch auch der Druck auf die Finanzverantwortlichen...

Erfolgreicher BUSINESS.TALK zum Thema “Nachhaltigkeit in der globalen Lieferkette”am 10.08.2016 in der FHM Bielefeld

12.08.2016

Corporate Social Responsibility (CSR) – Gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen – bietet als nachhaltige Management-Strategie vielfältige Chancen, kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) erfolgreich auf die Zukunft...

Professor Dr. Wittberg Wittberg als Sachverständiger bei der Anhörung der Enquetekommission „Zukunft von Handwerk und Mittelstand in Nordrhein-Westfalen“ im Landtag NRW

02.05.2016

Am 11. April 2016 hat Professor Dr. Volker Wittberg zum Thema: Betriebswirtschaftliche Herausforderungen und wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen im Handwerk, in einer Öffentlichen Sachverständigenanhörung der...

Center for Sustainable Governance (CSG) zu Gast beim Sustainable Design Center (SDC) Berlin

08.09.2015

Auf Einladung des Sustainable Design Center (SDC) präsentierten Prof. Dr. Volker Wittberg und Metje Rocklage in den Räumlichkeiten der launchlabs Berlin ihre Forschungsergebnisse zum Thema Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit....

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Nachhaltigkeit in der globalen Lieferkette

Infos & Anmeldung

Mit der steigenden Relevanz unternehmerischer Nachhaltigkeit in der Öffentlichkeit werden Unternehmen zunehmend auch nach nichtfinanziellen Aspekten wie ihrem sozialen und gesellschaftlichen Handeln, ihrer Verantwortung für die Umwelt und ihrem nachhaltigen Wirtschaften beurteilt. Ziel des Centers for Sustainable Governance (CSG) ist es, mittels des unternehmerischen Nachhaltigkeitskompasses ökologische, soziale und ökonomische Kriterien für Unternehmen zu konkretisieren sowie ihre Einhaltung und Entwicklung zu bewerten.
Hierbei ist das CSG offizieller Kooperationspartner des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK). Der vom Rat für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung entwickelte und im Markt etablierte Berichtsstandard ermöglicht es den anwendenden Unternehmen, ihre Berichterstattung um relevante, nichtfinanzielle Angaben aus den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung zu ergänzen und somit ihr Nachhaltigkeitsengagement transparent zu machen.

Dr. Norbert Röttgen, MdB, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses

Institutsleiter Center for Sustainable Governance (CSG)

Rechtsanwalt Hans-Georg Kluge, Staatssekretär a.D., Landrat a.D.

Institutsleiter Center for Sustainable Governance (CSG)

Prof. Dr. Volker Wittberg

Institutsleiter Center for Sustainable Governance (CSG)

E-Mail: wittberg(at)fh-mittelstand.de