Fachkraft berufliche Rehabilitation (FHM)

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Das weiterbildende Studium ist für pädagogische oder psychologische Fachkräfte des Bildungs-, Sozial- und Gesundheitswesens der Stiftung Bildung und Handwerk konzipiert.

Fachkraft berufliche Rehabilitation (FHM)

Berufsbegleitendes Studium
Studienort Bielefeld
Studienstart September 2017
Studiendauer 6 Monate
Studienvorraussetzungen Abitur bzw. Fachhochschulreife oder abgeschlossene Berufsausbildung und Berufserfahrung

Angesprochen werden insbesondere Mitarbeiter bei Bildungsträgern oder sozialen Trägern, die mit der Betreuung und (Wieder-)Eingliederung von Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen in den ersten Arbeitsmarkt beauftragt sind.

Prof. Dr. Walter Niemeier

Prof. Dr. Walter Niemeier

Dekan Fachbereich Personal/Gesundheit/Soziales
Kompetenz- und Personalentwicklung
niemeier@@fh-mittelstand.de

Vita

Aktuelles

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Perspektiven

In den vergangenen Jahren hat die berufliche neben der medizinischen Rehabilitation von Menschen, die von Krankheit oder Unfall betroffenen sind, wesentlich an Bedeutung gewonnen: Die knappen Ressourcen des Gesundheitswesens, die Notwendigkeit der schnellen Wiedereingliederung von erkrankten  Arbeitnehmern, vor allem auf Grund zunehmenden Fachkräftemangels, zwingt alle am Prozess der Rehabilitation Beteiligten schnell und effektiv zu agieren. Dabei hat es eine zunehmende Verschiebung der Finanzierung stationärer (Berufsförderungs- bzw. Berufsbildungswerke, etc.) zu Gunsten ambulanter Angebote gegeben.

Das vorrangige Ziel ist die schnelle und an den Stärken des Klienten ausgerichtete Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt.  Auf die Berater in der ambulanten Praxis kommen gestiegene Anforderungen zu: Auch Klienten mit komplexen psychischen und physischen Erkrankungen werden ambulante Angebote von ihrem Kostenträger unterbreitet, die von den pädagogischen und psychologischen Fachkräften in die Praxis umgesetzt werden müssen.

Die Studierenden lernen Ansätze, Instrumente und Kernprozesse der ambulanten beruflichen Rehabilitation kennen. Dazu gehört die Anamnese hinsichtlich bestehender Ressourcen und Einschränkungen des Klienten, sowie die Erlangung elementarer Kenntnisse zu den häufigsten Krankheitsbildern in der Praxis. Außerdem vermittelt das berufsbegleitende Studium Basiskenntnisse der relevanten Sozialgesetze, einen Überblick über die für die Finanzierung zuständigen Kostenträger und die Anwendung von zielgruppenspezifischer Unterrichtsmethodik.
 
Das weiterbildende Studium zeichnet sich durch einen ausgeprägten Praxisbezug aus. Der direkte Praxistransfer der Studieninhalte wird durch zwei Case Studies gewährleistet, in denen die Kenntnisse aus den jeweiligen Studienseminaren an Hand von Fallbeispielen umgesetzt und reflektiert werden.

Mit Abschluss des weiterbildenden Studiums sind die Absolventen befähigt, zielführend und systematisch individuelle Beratungskontexte der ambulanten beruflichen Rehabilitation zu gestalten, eine leidensgerechte Vermittlungsstrategie zu planen und umzusetzen, sowie eine professionelle Haltung im Umgang mit Auftraggebern, Netzwerkpartnern und Arbeitgebern einzunehmen.

Studieninhalte

Das Studienkonzept des weiterbildende Studiums umfasst sieben Module, die in zwei Präsenzschulungsblöcke unterteilt sind. Studienbriefe vertiefen die Inhalte der Präsenzphasen.

Modul I: Grundbegriffe der beruflichen Rehabilitation

  • Sozialpolitische Einordnung und arbeitsmarktpolitische Relevanz
  • Der Rehaprozess
  • Maßnahmearten im Bereich der beruflichen Rehabilitation

Modul II: Kompetenzdiagnostik

  • Methoden der individuellen Anamnese und Beratung
  • Das Verfahren KODE®
  • Vom Erstgespräch bis zur Qualifizierungs- und Förderplanung

Modul III: Rehaspezifische Methodik und Didaktik

  • Besonderheiten von Gruppenmaßnahmen im Rehabereich
  • Gruppenbildungsprozesse
  • Unterrichtsmethoden

Modul IV: Teilhabe am Arbeitsleben

  • Behinderung und Beruf
  • Selbstvermarktungsstrategien
  • Zwischen „Fördern und Fordern“

Modul V: Gesundheitliche Beeinträchtigungen

  • Die häufigsten psychischen und physischen Erkrankungen
  • Leidensgerechte Beratungs- und Vermittlungskonzepte
  • Lernbehinderung

Modul VI: Partner des Rehaprozesses und kollegiale Beratung

  • Kostenträger der beruflichen Rehabilitation
  • Wichtige Netzwerkpartner im Rehaprozess
  • Netzwerkmanagement
  • Kollegiale Beratung als Methode für die Beratungspraxis

Modul VII: Rechtliche Grundlagen

  • Relevante Sozialgesetze
  • Anwendung in der Praxis

Studienverlauf

In der ersten Präsenzphase  werden die Grundbegriffe des Rehaprozesses und der Verlauf der beruflichen Rehabilitation behandelt. Dabei werden  beispielsweise die sozialpolitische Einordnung des Themas („Inklusion“) und die Maßnahmearten im Bereich der beruflichen Rehabilitation (vom betrieblichen Eingliederungsmanagement bis zur Vermittlungsmaßnahme) thematisiert.  
Neben der Darstellung rehaspezifischer Förder- und Qualifizierungsplanungen kommt außerdem das zertifizierte und von vielen Auftraggebern anerkannte  Anamneseverfahren KODE® zum Einsatz. An Hand praktischer Übungen werden rehaspezifische Unterrichtsmethoden und individuelle Vermittlungsstrategien vermittelt und trainiert. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Umgang mit Heterogenität und die Gestaltung von Gruppenbildungs-Prozessen.

In der zweiten Präsenzphase wird der Fokus  auf die Vermittlung von praxisrelevanten Krankheitsbildern gelegt. Es werden die häufigsten psychischen und physischen Krankheiten, die zu einer Behinderung führen, erläutert,der Sonderfall „Lernbehinderung“  behandelt, sowie leidensgerechte Beratungs- und Vermittlungsstrategien diskutiert.

Weitere Inhalte sind: Auftraggeber und Netzwerkpartner, die Rolle als Moderator im Prozess der Rehabilitation, die Anwendung rechtlicher Grundlagen und die kollegiale Beratung als Methode.

Jeder Block schließt mit einer Fallstudie ab, in der die Umsetzung des erworbenen Wissens geübt wird, um die Lerninhalte zu vertiefen. Am Ende des zweiten Blocks gibt es zusätzlich eine mündliche Prüfung und ein abschließendes Fachgespräch

Vorraussetzungen

Das weiterbildende Studium ist für pädagogische oder psychologische Fachkräfte des Bildungs-, Sozial- und Gesundheitswesens konzipiert. Angesprochen werden insbesondere Mitarbeiter bei Bildungsträgern oder sozialen Trägern, die mit der Betreuung und (Wieder-)Eingliederung von Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen in den ersten Arbeitsmarkt beauftragt sind.

Mögliche Zugangswege zum weiterbildenden Studium sind: 

  • abgeschlossene Ausbildung
  • mindestens zwei Jahre Berufserfahrung

Ihre Ansprechpartner

Sophie Kewitz

Sophie Kewitz, B.A.

Institut für Weiterbildung und Kompetenzentwicklung (IWK)
kewitz@@fh-mittelstand.de
Fon: +49 521 966 55232

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